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Das Massaker von GAZI und ÜMRANIYE

Alles begann in der Nacht des 12. März 1995, um am 15. März 1995 als erneutes Pogrom am Alevitischen Volk in die Geschichte einzugehen. Das Resumee dieses Massakers; mindestens 23 ermordete Menschen ( alle Aleviten ).

Von " Unbekannten Tätern ", deren wirkliche Identitäten in den Kreisen türkischen Rechtsradikalen und Fundamentalisten zu suchen sein dürften, wurde in Istanbuler Stadtteil Gazi ein Taxi entführt und dem Fahrer die Kehle durchgeschnitten. Dieser Taxi wurde dann in das Alevitenviertel Gazi gelenkt, wo die Attentäter beim Vorbeifahren, mit automatischen Waffen ,wahllos in die belebte Strasse, alevitische Kaffee's, Kultur- Häuser und Konditoreien geschossen haben. Hierbei sind drei Menschen ums leben gekommen und zahllosen Personen wurden verletzt. Obwohl sich in 200 Meter Entfernung ein Polizeirevier befand, war kein Polizist zur Stelle. Daraufhin versammelte sich spontan die Bevölkerung von Gazi vor dem Polizeirevier , um gegen diese (offensichtlich bewusste) Passivität der Polizeikräfte zu demonstrieren.

Auf einmal konnte durch die regionale Regierung eine riesige Kontingente an " Sicherheitskräften " in kürzester Zeit organisiert werden. Die friedliche Demonstration geriet schnell ausser Kontrolle, als ein Militärpanzer auf die Menschenmenge losfuhr. Die " Sicherheitskräfte " ermordeten 17 Demonstranten durch gezielte Schüsse und verwunderten hunderte von Menschen. Sogar die medizinische Versorgung der Verwundeten wurde von der Polizei verhindert. Auf die am Boden liegende Demonstranten wurde eingetreten und eingeschlagen. Panzer fuhren auf die Menschenmenge und überfuhren " nebenbei " noch die Leichen. Diese Aggression der Polizei gegenüber der Alevitischen Bevölkerung in Gazi, war auch der Anlass dafür ,dass nun auch in anderen alevitischen Stadtteilen Istanbuls ( Ümraniye ) empörte Menschen auf die Strasse gingen. Auch hier ging die Polizei mit äusserste Gewalt auf die protestierenden Menschen los. Auf die Menschen wurde eingeschlagen, geschossen und viele Protestanten und Passanten wurden willkürlich verhaftet. Die von der Bevölkerung errichteten Strassen-Barrikaden wurde von der Polizei weggesprengt und ganze Strassenzüge wurden dem Erdboden gleichgemacht. Innerhalb dieser vier Tage ( 12. bis 15. März 1995 ) waren systematische Massenverhaftungen, Wohnungsdurchsuchungen sowie Misshandlungen an der Tagesordnung. Nach diesem staatlich gelenkten Pogrom sind immer noch nicht alle Gefangenen freigekommen. Einige sind in Haft " verschwunden ", oder haben angeblich" "Selbstmorde " begannen. Leider konnten einige Leichen später von Angehörigen auf dem Friedhof für "Namenlose " ausfindig gemacht werden, nachdem die Polizei eine Aussage über diese Menschen verweigert hatte.

Zu den oben beschrieben Unruhen können sie weitere detaillierte Film- und Fotomaterialien erhalten.